Welche Struktur hat der Verlagsmarkt gegenwärtig?
Oligopolistische Struktur: Grosse kommerzielle Verlage dominieren den Markt wissenschaftlicher Information, wie z.B. Elsevier, Wolters Kluwer, Thomson, John Wiley & Sons, Springer etc.
Monopolistische Preisstruktur: Hochspezialisierte Zeitschriften, deren Positionen in der wissenschaftlichen Community durch eine loyale Leserschaft, einem renommierten Editorial Board und einem hervorragenden Renommee unangefochten sind, haben keine Konkurrenz. Diese Faktoren sind als hohe Einstiegsbarrieren für Konkurrenzprodukte anzusehen, so dass Preissteigerungen für diese Produkte leicht durchsetzbar sind.
Fehlende Elastizität des Produktes wissenschaftliche Information: Wissenschaftliche Information ist ein „need to know“ Produkt, so dass Preissteigerungen bei Zeitschriften nicht zwangsläufig zu einer Abbestellung führen, d.h. das Produkt ist unelastisch. Für amerikanische Produkte liegen Untersuchungen vor, die bei einer 1%igen Preissteigerung lediglich eine 0,3%ige Abbestellquote aufzeigen (Mark McCabe)